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BSH zeichnet den 250. Beschäftigten aus

Angestellten und Zeitkräfte gehören ebenso dazu wie Zivildienstleistende und Praktikanten

Wardenburg. Mit dem Landschaftsgärtner Lennart Boehlje aus Oldenburg zeichnet der Vorstand der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) den 250. Mitarbeiter des Verbandes aus. In der nunmehr über 22-jährigen Entwicklung des gemeinnützigen Vereins wurden mit Unterstützung von Behörden zahlreiche arbeitsmarktneutrale Beschäftigungen ermöglicht, die der heimischen Natur und Landschaft zugute gekommen sind.
Überwiegend handelte es sich um Zeitkräfte, die sich weiterqualifizieren konnten. Dazu gehören 22 Festangestellte (Dipl.-Biol., Verwaltungskräfte), 5 freie Mitarbeiter (Wissenschaftler mit Werkverträgen), 28 Stundenkräfte für die Archiv-Arbeiten, 57 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) im Verwaltungs- und Außendienst, 28 Zivildienstleistende und 27 kommunal geförderte Personen (BSHG § 19) in der Landschaftspflege, 23 Praktikanten des Freiwilligen ökologischen Jahres (FöJ) und 59 sonstige Praktikanten. Mehrheitlich waren die Praktikumsplätze besetzt mit Studenten und Schulabgängern, die bis zu einem Jahr anwesend waren. Aber auch Sonderqualifizierungen von Bildungswerken der Architektenkammer, der Gewerkschaft DAG, des Berufsfortbildungswerkes (bfw) und Ländlichen Erwachsenen-Bildungswerkes (LEB) wurden unterstützt. Eine Mitarbeiterin aus Leipzig konnte eine Lehre als Bürokauffrau erfolgreich abschließen.
Nicht mitgezählt wurden mehrere Hundert Teilnehmer internationaler und regionaler Jugendlager, darunter auch Jugendwaldheimaufenthalte. Natürlich auch nicht in der Rechnung inbegriffen sind zahlreiche Jugendliche, die `uneinbringliche Geldstrafen´ über mehrere Wochen bei der BSH im Gelände abarbeiten mußten, Maßnahmen, die ihnen eine Haft erspart hat.
In alle Maßnahmen sind schätzungsweise 4 Millionen DM investiert worden, überwiegend Mittel, die der BSH von Oberbehörden aus Oldenburg, Hannover, Köln und Nürnberg zweckgebunden bewilligt wurden.
Aufschlußreich ist die Herkunft der Bediensteten. Aus dem Landkreis Oldenburg kamen bzw. kommen 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 45 aus der Gemeinde Wardenburg, aus der Stadt Oldenburg kamen mit 59 die meisten Beschäftigten einer Gemeinde, aus dem benachbarten Südoldenburg 19. Gut vertreten ist der übrige Bezirk mit 22 Mitarbeitern, gefolgt vom Land mit 20 sowie 18 Personen, die aus den anderen Bundesländern kommen.
Je 2-3 Studenten reisten aus Polen, Ungarn, Weißrußland und den USA an, eine Landschaftsarchitektur-Studentin kam aus Mexico-City und war 6 Monate zu Gast in der Wardenburger Zentrale. Kooperationen mit Lettland und Frankreich stehen ab November auf dem Programm.
Einige Absolventen haben anläßlich späterer Besuche über ihren weiteren beruflichen Werdegang berichtet, wobei auch der Tätigkeitsnachweis bei der Schutzgemeinschaft eine Rolle gespielt hat. Darunter befinden sich mehrere Ingenieure aus der Wirtschaft, Lehrer verschiedener Schultypen, 3 Redakteure aus Presse (London) und Fernsehen (Köln) sowie mehrere Wissenschaftler an Hochschulen (Berlin, Freiburg, Osnabrück, Vechta), aber ebenso Vertreter von Handel und Gewerbe. Die BSH steht auch weiterhin allen interessierten Menschen im Rahmen dere vorhandenen Möglichkeiten offen, die in der einen oder anderen Weise –natürlich auch ehrenamtlich- mitmachen möchten.
Der Vorstand der BSH dankt zahlreichen Behörden und Geldgebern für die regelmäßige Unterstützung. Stellvertretend werden genannt die Landesarbeitsverwaltung, die niedersächsische Justiz und die Stadt Oldenburg.

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