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07. März 2004

Das Gespräch wird fortgesetzt

Umweltminister Sander zu Besuch bei der BSH

Wardenburg. Die Umstellungen im niedersächsischen Naturschutz und die damit einhergehenden Veränderungen bei der Verbandsförderung waren Thema eines kurzfristig angesetzten Besuchs des Niedersächsischen Umweltministers Heinrich Sander in der Zentrale der Biologischen Schutzgemein-schaft Hunte Weser-Ems (BSH) und des Naturschutzverbandes Niedersachsen (NVN). Die Einladung war durch den Vorsitzenden Prof. Dr. Remmer Akkermann bereits seit längerem ausgesprochen worden und konnte durch Vermittlung des FDP-Landtagsabgeordneten Christian Dürr (Ganderkesee), der Mitglied des Umweltausschusses im Niedersächsischen Landtag ist, verwirklicht werden.

An dem Gespräch nahmen auch das Vorstandsmitglied der BSH, Antje Reimann (Großenkneten), und der Vorsitzende der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, Eilert Tantzen (Sage) teil. Nach einer kurzen Vorstellung des Personals, der Räumlichkeiten und der Arbeitsschwerpunkte in der zentralen Verwaltung durch Professor Akkermann wurden neben allgemeinen Fragen des Verbandsnaturschutzes speziell auch die gesetzlichen Aufgaben angesprochen, darunter insbesondere die Beteiligung an jährlich etwa 1300 Planfeststellungsverfahren, deren Antragsunterlagen in Kopie von Genehmigungsbehörden und Bauträgern aus dem ganzen Lande nach Wardenburg geschickt werden. Diese Unterlagen werden gesichtet, landesweit ehrenamtlich bearbeitet und inhaltlich kommentiert.

Auch die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie mit vielen einschneidenden Konsequenzen für Wasserverbände, Behörden und Bevölkerung wurde am Beispiel der Hunte, ihres Talraumes und Nebengewässer erörtert. Dabei hob Minister Sander die schrittweise Umsetzung des gesteckten Ziels, die kleineren Fließgewässer, auch aus Gründen des Hochwasserschutzes, naturnäher auszubauen und biologisch durchgängig zu machen, besonders hervor – ganz so wie es die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg zur Zeit mit ihrem auch vom Umweltministerium geförderten „Modellprojekt der Revitalisierung der Brookbäke, Hasbruch" anstrebt.

Was die zur Zeit durch Gesetz festgeschriebene Förderung der in Niedersachsen tätigen Naturschutzverbände angeht, zu denen auch die BSH über ihren Dachverband NVN gehört, sagte der Minister eine weitere mehr projektbezogene Förderung zu. Wegen der katastrophalen Finanzlage des Landes wurde sie bereits in diesem Jahr um mehr als ein Viertel gekürzt. Der Abgeordnete Christian Dürr wie auch Eilert Tantzen baten Minister Sander, im Falle einer Veränderung der Förderung dafür zu sorgen, dass die kleineren, nur auf niedersächsischen Gebiet weitgehend ehrenamtlich operierenden Naturschutzverbände stärker unterstützt werden als die überregional tätigen Verbände, die sich seit vielen Jahren mit professionellen Haustür werbern andere finanzielle Quellen erschlossen haben.

In seinem Eintrag in das Gästebuch der BSH brachte Minister Sander den Wunsch zum Ausdruck, dieses konmstruktive Gespräch zum Wohle von Natur und Mensch fortzusetzen.

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