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aus NWZ vom 02.11.2001

Was tun, wenn sich Stall an Stall reiht?

BSH-Report zur Lage der Massentierhaltung

 

Wardenburg. Eine umfassende Übersicht über die Massentierhaltung und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit hat jetzt die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH) nach mehr als dreijähriger Arbeit herausgegeben. Der Report soll einerseits Bestandsaufnahme sein, andererseits aber auch für Kommunalpolitiker und betroffene Bürger eine Handreichung für mögliche Widersprüche bei Genehmigungsverfahren neuer Stallanlagen, erläuterte der Vorsitzende der BSH-Arbeitsgruppe, Diplom-Chemiker Hans Sperveslage, gestern bei der Vorstellung in Wardenburg.
Sperveslage wies darauf hin, dass sich der Leitfaden nicht gegen die bäuerliche Landwirtschaft mit ihrem Zwang zur Marktanpassung im europäischen Raum bzw. im Welthandel richte. Gleichwohl bezieht der Report deutlich Stellung gegen die wachsende Veredelungswirtschaft in Weser-Ems und die daraus resultierenden Probleme.
Der Report liefert eine Übersicht über sämtliche geltenden Rechtsvorschriften inklusive aktueller Rechtssprechung und der Beteiligungsrechte der Naturschutzverbände. Darüber hinaus werden alle wissentschaftlich abgesicherten Erkenntnisse über die Auswirkungen der Massentierhaltung auf Mensch, Tier, Pflanze, Boden und Wasser vorgestellt. Auch technische Möglichkeiten zur Reduktion der Emissionen werden vorgestellt.
Das Privatinitiative notwendig ist, um nicht jeden neuen Stall widerspruchslos hinzunehmen, verdeutlicht der Report mit der Dokumentation eines Briefwechsels zwischen dem Kreis Cloppenburg und der Landesregierung vom vergangenen Jahr. Während der eine gesetzliche Änderungen zur Beschränkung weiterer Stallbauten forderte, wies die andere darauf hin, erst einmal bestehende rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Der Report ist für 8 DM bei der BSH, Tel.: 04407/5111 zu bestellen.

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