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                                                                               Wardenburg, 19.09.2002

Storchenstation gesellschaftlicher Auftrag

BSH unterstützt die Arbeit der Station Berne                                        

Berne. Die Storchenstation in Berne erfüllt in jeder Weise einen gesellschaftlichen Auftrag, daran gibt es nichts zu kritisieren. Das ist auch die Auffassung der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) in Wardenburg. Die Station ist wiederholt und nicht ohne besonderen Grund durch Mitgliedsorganisationen der BSH für die überwiegend ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet worden. So gab es Ehrungen durch den Naturschutzverein Nordenham und durch die Stiftung natur. Auch sind die Aufgaben der bisherigen Storchenstation in Verden angegliedert worden. Als amtliche Station ist sie auch staatlich anerkannt.

Das durch Dr. Reinhard Löhmer (Storchenbetreuer / BUND) öffentlich in Frage zu stellen, trägt nach Auffassung der BSH nur zur Verunsicherung in der Bevölkerung bei. Ähnliche Meinungsverschiedenheiten bei der Behandlung verölter Seevögel oder in Bezug auf den Schutz von Wiesenvögeln und Fischen müssen ebenfalls miteinander vereinbart sein, ohne einen unergiebigen öffentlichen Streit zu suchen. Denn Störche, die eine Distanz zum Menschen aufweisen und gut ernährt sind, weisen durchaus eine Fitness auf, die es erlaubt, die Tiere wieder in die Freiheit zu entlassen.

Die Vogelart ist hierzulande vom Aussterben bedroht. Verwaisten Storchenkindern, deren Eltern an Starkstromleitungen oder aus anderen Gründen verunglückt sind oder die Brut verlassen haben, muß sich der Mensch annehmen. Sie verhungern zu lassen, die wieder flugfähigen Vögel in den Zoo abzugeben oder zu töten, ist sicherlich keine Alternative. Die BSH dankt dem Betreiber der Station, Udo Hilfers, für seinen jahrelangen aufopferungsvollen Einsatz, der im übrigen die Gemeinde Berne um eine Attraktion reicher gemacht hat.

Um Klarheit über das spätere Brut- und Zugverhalten der ausgewilderten Störche zu bekommen, regt die BSH an, dass die in Berne aufgewachsenen Tiere wissenschaftlich beringt und über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren in Beratung des Instituts für Vogelforschung Wilhelmshaven überwacht werden.

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