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Wardenburg, 03.01.2003
Weihnachtsbäume richtig entsorgen

Wardenburg. Jedes Jahr beginnt erneut mit der Frage: Wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum? Wer ihn nicht zentral entsorgen lassen will, dem empfiehlt die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) zu schreddern oder mit Säge und Rosenschere zu zerkleinern. Den Baum stattdessen in ganzer Länge einer Altholzhecke oder einem Schnittholz-Haufen zur Verrottung zu überlassen, ist nicht anzuraten. Da wird sich wegen der harten Nadelstreu und des Gehalts an Huminsäuren und Harzen jahrelang nichts tun, so eine Sprecherin des Verbandes. Schon zu Lebzeiten verbleiben die Nadeln gesunder Fichten etwa 7 Jahre an den Zweigen. Im norddeutschen Tiefland liegen sie anschließend weitere Jahre unverändert unter dem Baum und 'säuern' vor sich hin, so dass Wurzeln und Boden geschädigt werden. Das ist in Mittelgebirgslagen anders. Fichten sind dagegen kein natürlicher Bestandteil der Tiefland-Vegetation. Wer also den Zersetzungsprozeß und die Rückführung der Bestandteile in den Nährstoffkreislauf beschleunigen will, sollte den Baum mit einem Häxler zerkleinern oder per Hand in möglichst kleine Stücke zersägen und zerschneiden. Schreddergut eignet sich wegen seiner vorübergehenden keimtötenden Wirkung auch als Auflage für Wege und kleine Plätze. Wer so handelt, fördert nach Meinung der BSH die Verjüngung von Fichtenbeständen, die für die Holzproduktion benötigt werden, unterstützt die Kreislaufwirtschaft und vereinfacht manche Gartenarbeit. Den Baum für das nächste Osterfeuer aufzubewahren oder privat zu verbrennen, ist für Luft und Atmung abträglich.

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