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Wardenburg, den 21.11.2005

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Naturfreunde ähnlich schlagkräftig wie "Greenpeace"
Dr. Remmer Akkermann beim Festakt "40 Jahre Naturschutz in Goldenstedt" / Meyer lobt "grünes Netzwerk"

Sie sind das "grüne Gewissen" der Gemeinde Goldenstedt - die Mitglieder der Naturfreunde (von links): Christiane Lehmkuhl, Dr. Bernhard Brockmann, Renate Böger, Heino Muhle, Sigrid Peschke, Eduard Trenczek-Böger, Gunda Michalik, Walter Michalik und Peter Klemm (es fehlen Uschi Klemm und Peter Spaniol). Foto: Lauer

Goldenstedt (GeL) - Als "kleine, schlagkräftige Gruppe" hat Dr. Remmer Akkermann die Goldenstedter Naturfreunde bezeichnet und sie mit der Umweltschutzgruppe "Greenpeace" verglichen. Die Goldenstedter seien ähnlich wirkungsvoll, lobte der Vorsitzende der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH).
Akkermann war einer der Ehrengäste beim Jubiläum "40 Jahre Naturschutz in Goldenstedt", zu dem die Naturfreunde am Freitagabend in den Gasthof Grimm eingeladen hatten. Die Goldenstedter seien schon für den Natur- und Landschaftsschutz aktiv gewesen zu Zeiten, als dies noch nicht ins öffentliche Bewusstsein gerückt war. Was auf europäischer Ebene erst in jüngster Zeit begonnen habe, sei "in Mittelhunte schon seit Jahrzehnten Praxis", so Akkermann.
Bürgermeister Willibald Meyer lobte den Erfolg der Naturfreunde. Das sei umso erstaunlicher, da es sich um eine relativ kleine Gruppe handle. Doch sie hätten es verstanden, viele andere Organisationen und Mitstreiter einzubinden in die Liebe zur Natur. "Hier blüht ein grünes Netzwerk", so Meyer. Er kenne keine Gemeinde, die so viel Natur zu bieten habe und so viele engagierte Verfechter. Meyer verschwieg aber auch nicht die kleineren oder auch größeren Meinungsverschiedenheiten, vor allem in den ersten Jahren. Doch wenn "in unserer Gemeinde das Naturschutzbewusstsein überdurchschnittlich ausgebildet ist, dann ist das zu allererst ihr Verdienst", betonte er. Bei vielen Vorhaben, angefangen vom Huntetal über den Mühlenbach, den Tanger Teich und die Naturerlebnispfade bis hin zum Moor und dem Hunte-Informationszentrum: "Überall waren die Naturfreunde entweder initiierend oder federführend tätig, allen voran Heino Muhle".
Dr. Bernhard Brockmann blickte in seinem Vortrag zurück auf 40 Jahre Naturschutz, angefangen 1965 im Dreiecksmoor mit Franz Bergmann, Bernhard Wübbeler und Heino Muhle. 1980 wurde aus den naturbewussten Goldenstedtern ein Verein (seit 1999 "e.V."). Die Arbeit der Naturfreunde ist mehrfach ausgezeichnet worden mit Preisen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene. Dr. Brockmann wies auch auf die Zusammenarbeit mit vielen Gruppen und Vereinen hin: BSH, Jägerschaft, Tückerverein, Ländliche Erwachsenenbildung (LEB), Stiftung für Umwelt und Naturschutz (SUN), Förderverein Goldenstedter Moor, Revierförsterei, Schulen und Kindergärten, besondern die Naturschutz AG der Marienschule mit Biologielehrerin Christiane Lehmkuhl.

aus: Oldenburgische Volkszeitung Vechta

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