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Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V.

Tel. (04407) 5111 / 8088 . Fax (04407) 6760 . Gartenweg 5 .
26203 Wardenburg / www.bsh-natur.de

 Wardenburg, 04.07.2006

 

Neues BSH-Merkblatt über Gelbspötter erschienen

Wardenburg. " Gelbspötter" ist der Titel des neuen Merkblattes der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH) in der Reihe "Ökoporträt".
Nur wenige Vögel ahmen die Stimmen anderer Tiere nach, sie "spotten" - regelmäßig oder gelegentlich, ähnlich oder nahezu identisch den Vorbildern. Es ist "ein langes, abwechslungsreiches Lied aus knarrenden, schneidend scharfen, zwirbelnden und hohen, wohlklingenden Lauten, wobei er die meisten Tonfolgen öfters wiederholt".
Wer den singenden Gelbspötter sieht, ist vielleicht überrascht, welch eine akustische Leistung die Kehle eines solch kleinen, unscheinbaren Vogels hervorbringt. Laut Literatur wird der Gesang des Gelbspötters an Eindringlichkeit von keinem anderen Vogel übertroffen.
Zu ihrem lang anhaltend vorgetragenen Repertoire gehören auch die Gesänge anderer Arten einschließlich jener von hierzulande nicht vorkommenden afrikanischen Brutvögeln. Die Spötter ergänzen ihre stimmlichen Darbietungen gelegentlich um technische Laute, die sie zuvor irgendwo aufgegriffen haben, wie zum Beispiel von Autohupen, Bremsen und Lokomotivpfeifen.
Immer wieder werden die Fremdstrophen zügig und unerwartet ein-geflochten, ob schilpender Haussperling, warnende Rauchschwalbe, ob rufender Pirol oder das "karrekiert" des Drosselrohrsängers.
Für das menschliche Ohr klingt das oft täuschend ähnlich, so dass mancher genauer hinhören muss, um sicher zu gehen, dass es doch keine weitere Vogelart ist.
Leider geht der Bestand dieser Vogelart vielerorts schon seit einem Jahrzehnt deutlich zurück. Eine insektenfressende Vogelart, die auf dem Zuge hin und zurück jährlich bis zu ca. 18.000 Kilometer überwindet, benötigt eine gute Ernährung. Um ein gutes Nahrungsangebot für den Gelbspötter bereitzustellen, werden Hinweise zur Förderung dieser Vogelart gegeben. Vor allem sind Ruhezonen, Saumbiotope und Wildnis anzubieten - bizarr und verwunschen. Man braucht als Gartenbesitzer oder städtischer Bauamtsleiter kein Spezialist zu sein, um den Lebensrauman-sprüchen des Gelbspötters und vieler anderer Arten entgegenzu-kommen.

Das farbig gedruckte Ökoporträt Nr. 41 umfasst 8 Seiten und ist reich illustriert. Es kann bestellt werden bei der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH), Gartenweg 5, 26203 Wardenburg. Einzelpreis: 1,- € zuzügl. Freiumschlag. Telefon: (04407) 5111.
Die BSH bietet dieses Ökoporträt auch kostenlos zum download an.

 

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