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Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V.

Tel. (04407) 5111 / 8088 . Fax (04407) 6760 . Gartenweg 5 .
26203 Wardenburg / www.bsh-natur.de

 Wardenburg, 11.12.2006


Tannenbäume mit oder ohne Ballen?

BSH favorisiert längerlebige Variante, auch an Schlafplätze denken!

Wardenburg.  Alle Jahre wieder stehen viele vor der Frage, ob zu Weihnachten ein Tannenbaum –abgesägt oder mit Ballen- gekauft werden soll und welche Art zu bevorzugen ist. Die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) sieht für die Wahl der Bäume vor allem die Rücksichtnahme auf Tradition, Geschmack und räumliche Möglichkeiten. Allerdings sei auch erkennbar, dass andere Bäume und solche mit Ballen stärker nachgefragt werden.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Verjüngung von Forstbeständen, also zum Beispiel die Herausnahme eines jeden zweiten Baumes, zur Vermeidung von Stangenplantagen sinnvoll ist, sofern alte ausladenden Bäume heranwachsen sollen – sie brauchen eben Platz und stehen als Jungpflanzen sehr viel enger zusammen. Weihnachsbäume sind Fichten. Sie sind keine typischen Tieflandpflanzen und dienen im Bestand primär der Holzproduktion. Somit ist gegen das Abholzen nichts einzuwenden, und sei es, dass nachfolgend  standortheimische Baumarten wie Rotbuche und Linde gepflanzt werden.

Zunehmend beliebter wird die Nordmann(`s)- Tanne. Sie stammt aus dem Kaukasus und hat schöne waagrecht abstehende Zweige mit bis zu 3 cm langen glänzenden Nadeln. Sie wächst vergleichsweise langsam, könnte aber mit Ballen auch anschließend noch lange im Garten für eine winterliche Deckung und Sichtschutz sorgen. Allerdings sind diese verschulten Bäume deutlich teurer als die Sägeware, die im Norden maßgeblich aus Dänemark importiert wird.

Die Weihachsbeleuchtung an den Bäumen lehnt die BSH ab. Denn in den meisten Siedlungen ist es hell genug. Jede weitere Beleuchtung beunruhigt die Wintergäste, vor allem Singvögel, die dort im Dunkeln übernachten möchten.  Werden sie angeleuchtet, zumal während der ganzen Nacht, können sie viel leichter von Katzen und anderen Beutegreifern entdeckt und gefangen werden. Wer an seinen Bäumen dagegen Efeu ranken lässt, wird damit längerfristig gute winterliche Dienste leisten, denn je älter diese Lebensgemeinschaft ist, umso mehr Verstecke bieten sich an.

Brigitte Thölking  

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