presse.jpg (19038 bytes)

Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V.

Tel. (04407) 5111 / 8088 . Fax (04407) 6760 . Gartenweg 5 .
26203 Wardenburg / info@bsh-natur.de / www.bsh-natur.de

 

 Wardenburg, den 19.04.2010 

Umwelt-AG der Schule Hohenfelde hängt selbstgebaute Nistkästen auf

 

Wardenburg. Auf Einladung der Grundschule Hohenfelde, einer sog. "Umweltschule in Europa", besuchten Vertreter der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH) Wardenburg kürzlich die Schülerinnen und Schüler der schulischen Umwelt-AG.

Anlass des Treffens war ein ganz besonderes Projekt: Die in der Umwelt-AG aktiven Dritt- und Viertklässler hatten kurz zuvor in Zusammenarbeit mit der Schülerfirma der Lethe-Schule Nistkästen aus Holz angefertigt, um den heimischen Vögeln die Suche nach einem geeigneten Brutplatz zu erleichtern.

Die Mitarbeiter der BSH nutzten die Gelegenheit, um den interessierten Schülern zunächst Informationen rund um das Thema "Nist- und Bruthilfen" zu geben. Sie erläuterten beispielsweise, was bei der Standortwahl zu beachten ist und erklärten den erstaunten Naturfreunden, dass die Nistkästen nicht nur der Vogelwelt, sondern auch zahlreichen Insektenarten als Brut- und Ruheplatz dienen. Auf dem Grundschulgelände selber hatten sogar Eichhörnchen einen älteren Kasten als Quartier ausgewählt.
Den Abschluss des Besuches bildete die Anbringung der Kästen an geeigneten Bäumen auf dem Schulgelände. Die Schüler der Umwelt-AG können sich nun gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Deters auf brutwillige Vögel und deren Jungtiere freuen.

Die BSH empfiehlt allen, die jetzt noch Nisthilfen anbringen möchten, einige Regeln zu beachten: Zum Beispiel muss das verwendete Holz frei von chemischen Holzschutzmitteln sein. Die Größen der Einfluglöcher sollten verschieden sein. Außer den Kästen für Blaumeisen (28 mm-Flugloch-Durchmesser), Kohlmeisen und Sperlingen (32 mm-Flugloch-Durchmesser) gehören Starenkästen (45 mm-Flugloch-Durchmesser) und Wohnquartiere für Eulen dazu. Auch gehören in jeden (Schul-) Garten Halbhöhlen, die von Rotschwänzen und Fliegenschnäppern bevorzugt werden. Die BSH weist zudem darauf hin, dass die aufgehängten Nist-kästen jährlich (nach der Brutsaison) gereinigt werden müssen. Das alte Nistmaterial sollte jedoch nicht verbrannt, sondern am besten in der Mülltonne über den Hausmüll entsorgt werden. Nähere Informationen zu verschiedenen Bruthilfen gibt das Merkblatt "Nistkästen" von Hans-Jürgen Janßen, welches bei der BSH in Wardenburg erhältlich ist.



Gut zu reinigende Nisthöhlen, selbstgebaut und regenabweisend

Auf das richtige Aufhängen der Kästen nach Höhe und Windrichtung kommt es an

Fotos: Elke Deters

S. Lübben

{HOME}