Resolution der BSH auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2002
 
 
  Resolution der BSH auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2002 zum 10-jährigen Bestehen der Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) mehr...
 
  Resolution der BSH auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2002 zum Schutz von Wachtelkönigen (Crex crex) in Niedersachsen mehr...
 
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Resolution der BSH auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2002 zum 10-jährigen Bestehen der Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ)
 
Für die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) ist das Netzwerk der 26 Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) in Niedersachsen eine Investition in die Zukunft unserer Jugend. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) betont die BSH die Bedeutung der Umweltbildung für die Persönlichkeitsbildung unserer Kinder.

In den Regionalen Umweltbildungszentren können, so die BSH, junge Menschen viel beobachten, etwas anpacken und selbst ausprobieren. Hier liegen Möglichkeiten, die bei weitem noch nicht voll ausgeschöpft sind. Die Arbeit in den Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) ist, aus Sicht der BSH, eine bessere Antwort auf die PISA-Studie, als Schuldzuweisungen oder aufgeregter Aktionismus.
 
 
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Resolution der BSH auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2002 zum Schutz von Wachtelkönigen (Crex crex) in Niedersachsen
 
Die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) greift aus aktuellem Anlass den Vorwurf auf, den der Tierfilmer Heinz Sielmann kurz vor seinem 85. Geburtstag öffentlich geäußert hat: "Unsere sogenannten Schutzgebiete sind zu klein, nicht vernetzt und oft ohne wirklichen Schutz."
Zum Beispiel in Diepholz: Am 27. Mai, am Montagabend, bot die BSH eine nächtliche Exkursion zu einem Rufplatz des Wachtelkönigs an. Es ist ein einmaliges Erlebnis für kurze Zeit einmal dabei zu sein, wenn die einzelnen Männchen fast die ganz Nacht ihr zweisilbiges "crex-crex" schnarren, um sich bei einem Weibchen bemerkbar zu machen. Wachtelkönige kommen Mitte Mai aus Südostafrika zurück. Sie brüten auf Wiesen und stehen in Niedersachen ganz oben auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten.
Eine geplante Exkursion mit Kindern und Jugendlichen am Wochenende musste die BSH ausfallen lassen. Der Grund: Die Wiese ist gemäht, der Wachtelkönig weg!
Im diesem Fall waren die Behörden frühzeitig über das Wachtelkönigvorkommen informiert worden, dennoch konnte das Mähen der Wiese, die zwischen zwei Naturschutzgebieten liegt, nicht verhindert werden.

Der Respekt vor den Lebensansprüchen anderer Lebewesen und die immer wieder geforderte Werteerziehung müssen auch in der täglichen Praxis umgesetzt werden können.
Die BSH fordert in diesem Zusammenhang von der Niedersächsischen Landesregierung ein Wachtelkönig-Schutzprogramm, das folgende Eckpunkte umfasst:

1. Erfassung der Rufplätze
2. Schutz der Ruf- und Brutplätze, je nach örtlicher Lage.
3. Finanzielle Absicherung des Schutzes durch ein Schutzprogramm, welches gegebenenfalls kofinanziert wird durch Patenschaften oder Stiftungen (Nds. Umweltstiftung, Deutsche Bundesstiftung Umwelt oder regionale Stiftungen)
4. Personelle Absicherung durch die Naturschutzverwaltungen oder Betreuungsverträge mit Naturschutzverbänden für potentielle Wachtelkönig-Gebiete
5. Sicherung der Lebensräume durch angepasste Pflege- und Entwicklungspläne
6. Wissenschaftliche Begleitung durch Hochschul-Institute und das Niedersächsische Landesamt für Ökologie (NLÖ)
7. Öffentlichkeitsarbeit durch Einbindung der Verbände und der Regionalen Umweltbildungszentren (RUZ)
 
 
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Resolution der BSH auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 2002 zur Situation am Dümmer See
 
Für die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) steht der Dümmer, der von der Hunte durchflossen wird, im Mittelpunkt des Interesses.
20 Jahre nach der limnologischen Bestandsaufnahme (1981/1982), die den Dümmer als ein artenarmes und von Algen getrübtes Gewässer beschrieb, hat sich die limnologische Situation des Sees ganz erfreulich verbessert. Die großen Süßwassermuscheln sind zurückgekehrt und das Wasser des Sees ist an vielen Stellen zurzeit wieder klar bis auf den Grund.

Die BSH bedankt sich dafür bei den Politikern aller Parteien und den zuständigen Behörden, die mit Gesetzen und Verordnungen und deren konsequenter Umsetzung sehr viel für die Verbesserung der Umwelt bewirkt haben.

Für die BSH ist es darum an der Zeit, nach 1985 und 1992, eine dritte große Dümmer-Konferenz einzuberufen, um auf der Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme die jetzt noch notwendigen Maßnahmen vor dem Hintergrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des neuen Bundesnaturschutzgesetzes mit dem Schwerpunkt der Ursachenbekämpfung neu zu durchdenken.
 

 
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