Foto-Galerie zum BSH-Merkblatt 65/2001

Internet-Bearbeitung: Carsten Kudritzki

 

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Kormorane
im niedersächsischen Binnenland

Beispiel: Ahlhorner Fischteiche

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Quelle: Staatsarchiv in Oldenburg (Oldbg.), Fenske (1999)

 

E i g e n t ü m e r

 

Staatliche Teichwirtschaft des Niedersächsischen Forstamtes Ahlhorn
Leiter: Forstdirektor Dr. G. Plate
Vechtaer Strasse 3
26197 Großenkneten-Ahlhorn
Tel. (04435) 9307-0

 

Wasserversorgung durch das Flüsschen Lethe
Hunte-Wasseracht
Vorsteher: Heinz Bolling Sannumerstr. 4
26197 Huntlosen
Tel.: (04487) 9279-0
S c h u t z s t a t u s


Landschaftsschutzgebiet  Lethe (Nebenfluß der Hunte zur Weser)

 


 

1958

EG-Vogelschutzgebiet 1983
(ist durch das NLÖ aus der Vorschlagsliste 2001 gestrichen worden, da es den in Niedersachsen vereinbarten Kriterien nicht mehr entspricht)

 

Naturschutzgebiet, 485 ha
(NSG WE-216)
Bedingung laut Verordnungstext:
keine Einschränkung der Teichbewirtschaftung
1993 (Antrag: BSH & OAO / NABU)

 

Kulturdenkmal
(Gebäude und Anlagen der Teichwirtschaft)
1993
EU-FFH-Gebiet
(Sager Meer- Ahlhorner Fischteiche- Lethetal; Vorschlag Niedersachsen / BRD)
1997 (Anträge: BSH &  NABU,
vgl. Literatur: Karte Natura  2000)
C h r o n i k der letzten 185 Jahre

1815 Schutz gegen Vieheintrieb durch Einwallung des Waldes aus Eiche, Buche, Erle, Birke, Espe
1873 Ablösung der Markgenossenschaftsrechte durch die Verwaltung des Großherzogtums Oldenburg, Erholung der Waldreste
1884 Anlage des Rüdersees (3 ha)
1888 Überbesatz mit 3878 Schleien und Karpfen; Abfischung: 124 Karpfen,            3 Hechte (3%!), Jagd auf  "Fischfeinde" wie Fischotter
1901
bis
1929
Anlage von Teichen und Staus im Schwarzen Moor, in der Haller Mark durch Strafgefangene aus Vechta, Kriegsgefangene (um 1916) und Reichsarbeitsdienst; Aufforstung; Ausbauleitung: Landeskulturfonds;
ab 1918: Siedlungsamt Oldenburg
1931 Zuweisung an die Forstverwaltung des Freistaats Oldenburg
1945 Selbstständige Teichwirtschaft des Landes mit Karpfen, Schlei,
Laich-Zander, Forelle
1971 Eingliederung in das Staatliche Forstamt Ahlhorn
1972 Orkan des 13. November, katastrophale Flächenschäden, alle Althölzer wurden bis auf das NSG "Urwald Baumweg" zerstört (2400 ha = 56%); sofortige Wiederaufforstung mit anspruchsvollerem Konzept
1975 Beginn einer verstärkten Nährstoffzufuhr (Eutrophierung), vor allem durch abfließende oder versickernde Gülle, Immissionen aus Massentierhaltung
1980 Erkennbarer Beginn der immisionsbedingten Waldschäden
1982 Verkauf von 6000 Speisekarpfen, 37830 Zweijährigen Besatzkarpfen,
120 000 Einjährigen Besatzkarpfen
Aus: Wohlfahrt u.a. (1986)

Bildunterschriften zu den Abbildungen ( 8 Textgrafiken +  31 Fotos):



B. Grafiken (Zeichnungen, Diagramme) im Text:
Abb.:

zum Vergrößern Bild anklicken

Textseite
1 Fliegender Kormoran mit Zweig als Nistmaterial
Zeichnung: Franz Müller (1992)

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3 Brutkolonien des Kormorans in Deutschland um etwa 1995
(n. Knief 1996)
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4 Brutbestand des Kormorans in Niedersachsen 1971-2000
Grafik: NLÖ

Zürück zu "Bestandsentwicklung in Europa und Niedersachsen"

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4a Jahreszeitliches Vorkommen des Kormorans am Zwischenahner Meer /
NSG Stamers Hoop 1998-1999 (Dekadenmaxima; Quelle: Arnulf Keßler briefl.)
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5 Beutejagd des Kormorans: Lugen, Abtauchen und Verfolgen, Auftauchen mit Fisch im Schnabel, Schlucken an der Oberfläche.
Zeichnung: Franz Müller (1992)
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7 Direkter und indirekter Nahrungsdruck auf Fische und Lurche an den Ahlhorner Fischteichen durch Kormorane im freien Wasser und Reiher am Ufer sowie durch den wirtschaftenden Menschen (linke Hälfte). Fischmangel kann jedoch ersatzweise zum erheblichen Verzehr von Lurchen durch Graureiher führen. Die Fischverluste lassen sich durch Gestaltungsmaßnahmen (rechte Hälfte) verringern.
Zeichnung: R. Akkermann

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8 Merkmale des Kormorans.
1: Flugbild, 2: Silhouette auf dem Wasser, 3: Aussehen eines adulten Vogels, 4: Nestjunger Kormoran (nacktes Küken), 5: Fuß mit Zehen, Krallen und Schwimmhaut, 6: Ei, hellblau mit weiß-kalkigem Überzug, 7: Jahreszyklus, 8: Speiballen mit Gräten und Schuppen.
Zeichnung: Franz Müller (1992)

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8a Fliegender Kormoran. Die charakteristische Silhouette am Himmel sieht wie ein schwarzes Kreuz aus. Zeichnung: R. Akkermann

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C. Fotogalerie in der Anlage (Bildernachweis):
I Ausschnitte aus dem Gebiet der Staatlichen Teichwirtschaft Ahlhorn in Luftbildern (Juli / August): Luftbilder Ia - Id: Monika Oetje-Weber

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Ia Die talsperrenartig mehrfach angestaute Lethe im Bereich der Teichwirtschafts- anlage, ein von Fischadlern regelmäßig besuchtes Winterquartier. 1a.jpg (3358 Byte)
Ib Übersichtsbild mit teilweise gefluteten und (links) trockengefallenen Teichen; zwei neue Pumpstationen können Wasser aus dem Flüßchen Lethe auf diese obere Etage zuführen. 1b.jpg (3312 Byte)
Ic Die im Sommer über 100 Hektar bespannten Teiche gehören zu den   national bedeutenden Biotopen für             12 Amphibienarten, darunter auch Kammmolche und Knoblauchkröten. 1c.jpg (4347 Byte)
Id Historische Zuchtteiche in der traditionellen Anlage mit Obstbäumen, Inseln und Verlandungszonen, ein vom Kormoran häufig aufgesuchtes Gebiet. Bedeutsam ist auch die Krautvegetation extensiver Karpfenteiche. 1d.jpg (3855 Byte)
2a, b Kormorane in der Krone einer Birke als Schlafbaum.
Foto: Friedrich von Heydebrand
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2c - e Kormorane am Ufer eines Teiches der Teichwirtschaft Ahlhorn.
Foto: Hubert Fenske
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2f Kormoran auf einem Nest im Vogelpark Walsrode.
Foto: Maria Köllner
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2g Beflogene Kormoran-Nester auf alten Weidenbäumen im Naturschutzgebiet Slonsk (bei Küstrin / Polen) während des Frühjahrs-Hochwassers
Foto: Rainer Ehrnsberger
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6a Kormoran mit einem erbeuteten Fisch, der trotz erheblicher Körpermaße komplett verschluckt wurde. In Fischzuchtanlagen sind auch große, für die Zucht benötigte Elterntiere durch den Kormoran gefährdet. Das Bild gehört zu einem Videoband, das dieses Fressverhalten dokumentiert
Foto: Werner Ruf
Repro. vom Video: Wöltje

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6b - e Im Unterschied zu anderen Fischjägern verletzen Kormorane durch Fehlschnappen zahlreiche Fische eines Gewässers, zum Teil lebensgefährlich. Beim Abfang - wie hier in der Teichwirtschaft Ahlhorn - wird der Schaden deutlich. Infektionen und Verpilzungen sind nicht selten die Folge.
Fotos: von Heydebrand
(Staatl. Forstamt Ahlhorn, b - d)
Dirk Willem Kleingeld
(Staatl. Fischseuchenbekämpfungsdienst Niedersachsen, Befund Nr. 12798/2001)
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9 Entleerung des stickstoffreichen Kotes. Die Harnsäure ist das Endprodukt des Eiweißstoffwechsels aus dem verdauten Fleisch der erbeuteten Fische; sie wird von den Nieren gemeinsam mit dem Kot ausgeschieden. Die milchweiße Flüssigkeit ist schwach sauer und im kalten Wasser nur schwer löslich.
Foto: Hubert Fenske

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10 Fütterung eines verunglückten Kormorans durch Hans Rudolf Henneberg. Das Tier verletzte ihn einmal mit seinem zuschla- genden Hakenschnabel. Die Wunde war oval und tief, sie verheilte schwer
(vgl. Wundstellen bei Karpfen in Abb.6e). Das Tier verzehrte Fische, deren Gewicht pro Tag oft deutlich über 500 g lag.
Foto: R. Akkermann
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11a - d Kormorane, die das beim Tauchen nass gewordene Gefieder an der Luft trocknen, indem sie beide Flügel aufspreizen und öfter schütteln
Fotos: Hubert Fenske
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12a - e Abwehrmethoden (Vergrämung) gegen den Kormoran an den Ahlhorner Fischteichen:  Netzüberspannungen bei einer kleinen Forellen-Mastanlage (a), hohe Zäune (b), Spanndrähte zwischen Pfählen, 30 cm ü. W. (c, d), Schußapparat (e).
Fotos: F. von Heydebrand

 

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13a - d Fischfressende Vögel an den Ahlhorner Fischteichen
- 100 Jahre Koexistenz
mit der Teichwirtschaft
(Fotos: Hubert Fenske (a, c, d); Reinhard Neitzel: b):
(a) Kormorane und Graureiher ernähren sich überwiegend von Fischen. Gehen diese zur Neige, wandern die Kormorane zu umliegenden Teichen ab Die Reiher ernähren sich zunächst ergänzend oder ersatzweise von Kröten und Fröschen, gelegentlich auch Mäusen und Insekten. Sie bevorzugen relativ ortstreu dieselben Gewässer. Hier fliegen 12 Reiher auf. Im Hintergrund Rehe vor dem Röhricht.
(b) Fischadler beim Kröpfen eines Fisches. Dieser Greifvogel kommt in Ahlhorn regelmäßig als Wintergast vor. Er ernährt sich ausschließlich von Fischen.
(c) Eisvogel mit junger Plötze
(d) Schwarzstorch durch das Flachwasser eines nur gering wasserführenden Teiches watend. (Näheres dazu siehe Tab. 4 und Text)

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Gültige Fassung:
08. Dezember 2001

Kurzfassung: BSH-Merkblatt 65 als Beilage zu natur & kosmos 12/2001


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